Die Welt des Handballs kennt Alfred Gislason als eine imposante, willensstarke Figur: den isländischen Trainer, der die deutsche Nationalmannschaft mit eiserner Disziplin und taktischem Geschick führt. Hinter dem öffentlichen Leben dieser Sportlegende steht jedoch eine sehr private und bewegende Geschichte – die seiner Lebensgefährtin Kara Gislason und ihrem langjährigen, stillen Kampf gegen eine schwere Krankheit. Während über Alfreds Erfolge und Niederlagen auf dem Feld breit berichtet wird, ist über Karas Gesundheitszustand nur wenig in den Medien zu finden, bewahrt vom Paar selbst in einer geschützten Privatsphäre.
Wer ist Kara Gislason? Die Frau im Schatten des Rampenlichts
Kara Gislason ist die stille Stütze an der Seite des gefeierten Trainers. Sie führt, wie ihr Partner bewusst entschieden hat, ein Leben weit entfernt von den Blitzlichtern der Öffentlichkeit. Es sind keine Interviews von ihr zu finden, keine Social-Media-Profile, die Einblick gewähren. Diese Entscheidung ist kein Zufall, sondern eine bewusste Schutzmaßnahme. Denn Kara Gislason leidet seit vielen Jahren an einer chronischen, neurodegenerativen Erkrankung.
Obwohl das genaue medizinische Bild aus Respekt vor ihrer Privatsphäre nicht öffentlich detailliert wird, ist bekannt, dass es sich um eine fortschreitende Krankheit handelt, die ihre Mobilität und ihren Alltag erheblich beeinträchtigt. Alfred Gislason hat in seltenen, sehr persönlichen Interviews angedeutet, dass der Umgang mit dieser Erkrankung ihr gemeinsames Leben prägt und ihn zutiefst als Mensch und Partner verändert hat.
Ein Blick in die Vergangenheit: Die isländischen Wurzeln und der Beginn der Krankheit
Alfred und Kara Gislason stammen beide aus Island und führen seit vielen Jahrzehnten eine Partnerschaft, ohne offiziell verheiratet zu sein. Ihre Bindung entstand lange bevor Alfred Gislason zu einer international bekannten Größe im Handball wurde – als junger Trainer in Island, der mit THW Kiel dann den europäischen Club-Handball dominieren sollte.
Die ersten Anzeichen von Karas Krankheit traten in einer Phase auf, die beruflich für Alfred Gislason von intensiven Reisen und hohem Druck geprägt war. Die Diagnose stellte ihr gemeinsames Leben auf den Kopf. Plötzlich rückten nicht mehr nur Spielpläne und Titel, sondern Pflege, Therapietermine und die Anpassung des kompletten Lebensumfelds in den Mittelpunkt. Es war der Beginn einer Reise, die von Trauer über die verlorene Normalität, aber auch von unermüdlichem Kampfgeist und tiefer Verbundenheit geprägt ist.
Alfred Gislasons Rolle: Vom Star-Trainer zum pflegenden Angehörigen
Die Dualität in Alfred Gislasons Leben könnte kaum größer sein. Auf der einen Seite steht der geforderte Bundestrainer, der in der Halle klare Ansagen macht, unter dem Erwartungsdruck der Medien und der Fans steht und bundesweit als harter, aber fairer Wettkämpfer bekannt ist. Auf der anderen Seite kehrt er nach Hause oder in das Hotelzimmer während der Länderspielreisen zurück in eine völlig andere Realität – die eines liebevollen Partners, der die physischen und emotionalen Herausforderungen einer chronischen Krankheit teilt.
In Interviews beschreibt Gislason diese Rolle als die wichtigste und forderndste seines Lebens. Die Eigenschaften, die ihn auf dem Feld ausmachen – Disziplin, strategisches Denken, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, auch unter Druck einen kühlen Kopf zu bewahren – haben sich als unschätzbar wertvoll im privaten Kampf erwiesen. Doch er betont auch, dass er hier keine taktischen Timeouts nehmen kann und die „Manndeckung“ gegen den unsichtbaren Gegner Krankheit rund um die Uhr läuft. Diese Erfahrung, so sagt er, habe ihn demütiger und empathischer gemacht und ihm eine Perspektive auf das wahre Leben jenseits des Sports gegeben.
Die Auswirkungen auf Karas Alltag und das gemeinsame Leben
Der Alltag von Kara Gislason ist von den Einschränkungen ihrer Krankheit bestimmt. Was für viele Menschen selbstverständlich ist – spontan einen Spaziergang zu machen, einkaufen zu gehen, oder auch nur den Haushalt zu führen – erfordert bei ihr oft große Anstrengung und Planung. Die Krankheit ist neurodegenerativ, was bedeutet, dass sie fortschreitet und sich die Symptome mit der Zeit verschlechtern können.
Das Paar hat sein Leben konsequent an diese Umstände angepasst. Ihr Zuhause ist so gestaltet, dass es Kara maximale Selbstständigkeit und Sicherheit ermöglicht. Therapie- und Arztbesuche sind feste Bestandteile des Wochenplans. Die größte Herausforderung besteht oft darin, die Balance zwischen notwendiger Fürsorge und der Bewahrung von Karas Autonomie und Würde zu finden. Alfred Gislason spricht von „kleinen Siegen“ – Tagen, an denen es etwas besser geht oder an denen sie gemeinsam etwas Schönes unternehmen können, das Freude bereitet.
Warum die Öffentlichkeit so wenig weiß: Der bewusste Schutz der Privatsphäre
In einer Zeit, in dem das Privatleben von Prominenten oft zur öffentlichen Ware wird, entschieden sich Alfred und Kara Gislason für den radikal gegenteiligen Weg. Diese Abschottung ist ein aktiver Schutzschild. Sie dient dazu:
- Kara vor neugierigen Blicken und unnötigem Stress zu bewahren.
- Der Krankheit nicht noch mehr Raum im Leben zu geben, als sie ohnehin schon einnimmt.
- Einen sicheren, intimen Rückzugsort zu schaffen, der nicht von öffentlicher Debatte oder Mitleid geprägt ist.
Alfred Gislason macht klar, dass sein Job im Rampenlicht steht, nicht seine private Familie. Diese klare Trennung ermöglicht es ihm, im Beruf voll aufzugehen, wissend, dass der heiligste Bereich seines Lebens geschützt ist. Dieser Schutz ist auch ein Akt der Liebe und des Respekts gegenüber seiner Lebensgefährtin.
Die Krankheit als unsichtbarer Gegner im Spitzensport
Die Situation wirft ein Schlaglicht auf die oft übersehene Realität von Menschen im Spitzensport, die private Schicksalsschläge tragen. Während Fans und Medien nur die Leistung auf dem Feld sehen, kämpfen Athleten und Trainer wie Gislason parallel mit existenziellen Herausforderungen. Es ist ein Balanceakt zwischen höchster beruflicher Konzentration und privater Sorge.
Für Alfred Gislason bedeutet dies, dass er während wichtiger Turniere wie Welt- oder Europameisterschaften nicht einfach „abschalten“ kann. Die Sorge um Kara ist ein ständiger Begleiter. Sein Support-System – vertraute Assistenten, Freunde und Familie – ist daher umso wichtiger. Manche Kollegen im Handball wissen von der Situation und bieten stillen Rückhalt, ohne dies nach außen zu tragen. Es ist ein Teil seines Lebens, der den Mythos des unerschütterlichen, nur auf Sport fokussierten Trainers zurechtrückt und ihn menschlich fassbar macht.
Die Kraft der Gemeinschaft und der Blick in die Zukunft
Trotz aller Härten betont Alfred Gislason die positiven Aspekte, die diese Krise in ihrem Leben hervorgebracht hat. Die gemeinsame Bewältigung hat ihre Bindung vertieft, auf eine Weise, die in ruhigen Gewässern vielleicht nicht möglich gewesen wäre. Sie haben gelernt, jeden guten Moment bewusst zu genießen und die kleinen Dinge im Leben wertzuschätzen.
Die Zukunft ist ungewiss, geprägt von der fortschreitenden Natur der Krankheit. Die Prioritäten des Paares sind jedoch klar: Lebensqualität, gemeinsame Zeit und die Bewahrung von Freude und Normalität so weit wie möglich stehen im Vordergrund. Alfred Gislason weiß, dass seine Karriere als Bundestrainer eines Tages enden wird, seine Rolle an Karas Seite jedoch eine lebenslange ist.
Fazit: Eine Geschichte von Liebe, Resilienz und gewählter Diskretion
Die Geschichte von Kara Gislasons Krankheit ist keine für die Titelseiten. Sie ist eine leise, aber umso eindringlichere Erzählung von Widerstandsfähigkeit, Hingabe und der bewussten Entscheidung, das Private auch privat zu halten. Sie zeigt Alfred Gislason von einer Seite, die in der Öffentlichkeit kaum sichtbar ist: nicht als titelloser Winner oder gefürchteter Taktiker, sondern als liebevoller, treuer und unermüdlicher Partner.
In einer Welt, die nach Sensationen und persönlichen Einblicken giert, stehen Alfred und Kara Gislason für die Würde des Schweigens und die Stärke, die es braucht, einen so intimen Kampf abseits der Öffentlichkeit zu führen. Ihr Weg erinnert uns daran, dass hinter jeder öffentlichen Figur ein privates Menschsein mit ganz eigenen Kämpfen und Triumphen steht – und dass manchmal die größten Siege nicht in Arenen, sondern in den vier Wänden des eigenen Zuhauses errungen werden.
FAQs (Häufig gestellte Fragen)
Wie alt ist die Lebensgefährtin von Alfred Gislason?
Das genaue Geburtsdatum von Kara Gislason ist nicht öffentlich bekannt, da das Paar konsequent seine Privatsphäre schützt. Sie ist in einem ähnlichen Alter wie Alfred Gislason, der 1959 geboren wurde.
Wie alt ist Alfred Gislasons Vater?
Auch über das genaue Alter von Alfred Gislasons Vater, Jón Gislason, sind keine öffentlichen Informationen verfügbar. Alfred Gislason wuchs auf der Farm seiner Familie im Norden Islands auf, doch Details über seine Eltern hält er aus Respekt von der Öffentlichkeit fern.
Ist Alfred Gislason verheiratet?
Nein, Alfred Gislason ist nicht verheiratet. Er lebt in einer langjährigen, festen Partnerschaft mit seiner isländischen Lebensgefährtin Kara. Die beiden haben sich bewusst gegen eine formelle Ehe entschieden.
Wo lebt Alfred Gislason heute?
Alfred Gislason hat seinen Lebensmittelpunkt während seiner Tätigkeit als Bundestrainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft in Deutschland. Aufgrund der intensiven Reisetätigkeit und der Nähe zum Stützpunkt der Mannschaft hält er sich oft in Deutschland auf. Sein Herz und ein Teil seines Zuhauses bleiben jedoch stets in seiner isländischen Heimat verbunden, wo er und Kara ihre Wurzeln haben.








