Ein neues Smartphone hält oft problemlos den ganzen Tag durch. Wenige Jahre später sieht das bei vielen Geräten schon ganz anders aus. Der Akkustand sinkt schneller als früher und ohne Ladekabel oder Powerbank wird es unterwegs schnell unpraktisch.
Kein Wunder also, dass immer wieder die Vermutung aufkommt, Hersteller würden Akkus absichtlich so entwickeln, dass nach zwei oder drei Jahren ein neues Smartphone gekauft werden muss. Doch stimmt das wirklich oder steckt etwas anderes hinter der nachlassenden Akkulaufzeit?
Tatsächlich gibt es mehrere Gründe, warum die Laufzeit mit der Zeit kürzer wird. Nicht immer ist ein verschlissener Akku die Ursache. Auch die Hardware, neue Softwareversionen und das persönliche Nutzungsverhalten können einen Einfluss darauf haben.
Intensive Smartphone-Nutzung belastet den Akku
Die Lebensdauer eines Smartphone-Akkus hängt nicht nur vom Alter des Geräts ab. Auch die tägliche Nutzung hat einen Einfluss darauf, wie schnell ein Akku an Kapazität verliert. Je häufiger ein Smartphone geladen wird, desto mehr Ladezyklen durchläuft der Akku. Irgendwann macht sich dieser natürliche Verschleiß bemerkbar und die Laufzeit nimmt ab.
Besonders energieintensive Anwendungen beschleunigen diesen Prozess zusätzlich. Eine hohe Displayhelligkeit, längere Gaming-Sessions oder Videos in hoher Auflösung sorgen dafür, dass Prozessor und Akku dauerhaft stärker beansprucht werden. Gleichzeitig entsteht mehr Wärme, was Lithium-Ionen-Akkus ebenfalls belastet.
Im Alltag kommen oft viele dieser Faktoren zusammen. Wer sein Smartphone über mehrere Stunden hinweg für Unterhaltung nutzt, muss es entsprechend häufiger laden. Dazu gehören beispielsweise Streamingdienste, soziale Netzwerke oder Casino Groups.
Die Plattform Casino Groups bietet Informationen rund um Online Casinos und wird wie viele andere Webseiten heute überwiegend über das Smartphone aufgerufen. Je länger das Gerät aktiv genutzt wird, desto schneller sinkt auch der Akkustand.
Lithium-Ionen-Akkus altern mit jeder Ladung
Die meisten Smartphones arbeiten heute mit Lithium-Ionen-Akkus. Diese zeichnen sich durch eine hohe Energiedichte aus und lassen sich mehrere hundert bis tausend Mal aufladen. Trotzdem ist ihre Lebensdauer nicht unbegrenzt.
Mit jedem Ladevorgang laufen im Inneren des Akkus chemische Prozesse ab. Ein kleiner Teil der ursprünglichen Kapazität geht dabei dauerhaft verloren. Dieser Verschleiß ist völlig normal und lässt sich auch bei sorgfältiger Nutzung nicht vollständig verhindern.
Wie schnell die Alterung voranschreitet, hängt unter anderem davon ab, wie häufig der Akku geladen wird und welchen Temperaturen er ausgesetzt ist. Aus diesem Grund hält ein Smartphone nach einigen Jahren oft nicht mehr so lange durch wie direkt nach dem Kauf.
Der Akku funktioniert zwar weiterhin, kann aber nicht mehr die gleiche Energiemenge speichern wie zu Beginn. Dadurch muss das Gerät häufiger an das Ladekabel, obwohl sich am eigenen Nutzungsverhalten manchmal kaum etwas geändert hat.
Hitze verkürzt die Lebensdauer des Akkus
Nicht nur das Laden selbst wirkt sich auf einen Smartphone-Akku aus. Auch hohe Temperaturen können dafür sorgen, dass die Kapazität schneller abnimmt. Das gilt vor allem im Sommer. Wer sein Smartphone längere Zeit in der prallen Sonne liegen lässt oder im Auto vergisst, setzt den Akku einer unnötigen Belastung aus.
Viele denken dabei zuerst an den Ladevorgang. Tatsächlich entsteht Wärme aber auch bei der normalen Nutzung. Aufwendige Spiele, lange Videoaufnahmen oder hochauflösende Videos fordern Prozessor und Akku gleichzeitig. Wird das Smartphone währenddessen noch geladen, steigt die Temperatur oft weiter an.
Moderne Smartphones versuchen zwar, sich selbst vor Überhitzung zu schützen. Viele Geräte dimmen dann automatisch das Display, reduzieren die Leistung oder unterbrechen den Ladevorgang, bis die Temperatur wieder gesunken ist. Ganz verhindern lässt sich die zusätzliche Belastung des Akkus dadurch jedoch nicht.
Wer seinen Akku möglichst lange nutzen möchte, sollte starke Hitze deshalb möglichst vermeiden. Ein Smartphone gehört an heißen Sommertagen nicht auf das Armaturenbrett eines Autos und möglichst auch nicht über längere Zeit in die direkte Sonne.
Vor allem beim Laden lohnt es sich, auf einen möglichst kühlen Untergrund zu achten, damit die entstehende Wärme besser abgegeben werden kann.
Absichtlicher Verschleiß: Was ist dran an der Theorie?
Kaum ein Technikthema wird so häufig diskutiert wie die Frage, ob Smartphone-Hersteller ihre Geräte absichtlich schneller altern lassen. Schließlich hält der Akku oft nur wenige Jahre durch und ein Austausch ist bei vielen Modellen alles andere als einfach.
Tatsächlich altern Lithium-Ionen-Akkus unabhängig vom Hersteller mit jedem Ladezyklus. Dieser chemische Prozess lässt sich nicht verhindern und ist kein Hinweis darauf, dass ein Akku absichtlich schlechter geworden ist.
Für Misstrauen hat allerdings die Vergangenheit gesorgt. Apple räumte 2017 ein, ältere iPhones bei nachlassender Akkuleistung per Software zu drosseln, um unerwartete Abschaltungen zu vermeiden. Viele Nutzer erfuhren davon erst, nachdem die Leistung ihrer Geräte bereits nachgelassen hatte.
Der Fall führte weltweit zu Kritik und Gerichtsverfahren und hat die Diskussion über geplanten Verschleiß bis heute geprägt. Unabhängig davon setzen viele Hersteller inzwischen auf fest verbaute Akkus, deren Austausch deutlich aufwendiger ist als früher.
Zusammen mit der natürlichen Alterung entsteht schnell der Eindruck, ein neues Smartphone sei die einzige sinnvolle Lösung. Das sorgt bis heute für Spekulationen darüber, ob eine möglichst lange Nutzungsdauer bei modernen Smartphones überhaupt noch erwünscht ist.
Die EU will den Akkuwechsel wieder einfacher machen
Früher war ein leerer oder schwacher Akku oft kein großes Problem. Bei vielen Handys konnte man einfach einen Ersatzakku kaufen und ihn innerhalb weniger Sekunden selbst austauschen. Mit Smartphones hat sich das geändert. Heute sind Akkus in den meisten Geräten fest verbaut und ein Wechsel ist häufig nur mit Werkzeug oder in einer Werkstatt möglich.
Diese Entwicklung hat auch die Europäische Union auf den Plan gerufen. Mit der neuen Batterieverordnung sollen Smartphones künftig einfacher zu reparieren sein. Ab 2027 müssen viele Geräte so gebaut werden, dass sich der Akku ohne großen Aufwand austauschen lässt.
Hersteller müssen außerdem Ersatzakkus und wichtige Informationen für den Austausch bereitstellen. Die neuen Vorgaben bedeuten allerdings nicht, dass Smartphones wieder eine abnehmbare Rückseite bekommen.
Auch in Zukunft werden viele Geräte fest verschlossen bleiben. Der Unterschied besteht darin, dass ein Akkutausch einfacher möglich sein soll als bei vielen heutigen Modellen. Die EU verfolgt mit den neuen Regeln gleich mehrere Ziele.
Smartphones sollen länger genutzt werden können, Verbraucher sollen seltener wegen eines schwachen Akkus ein neues Gerät kaufen müssen und gleichzeitig soll weniger Elektroschrott entstehen.
Ob sich das in der Praxis bewährt, wird sich erst nach und nach zeigen. Der Akkutausch dürfte für viele Nutzer in Zukunft aber deutlich unkomplizierter werden.







