welchen krebs hatte götz george
welchen krebs hatte götz george

Götz George, eine der prägendsten und charismatischsten Schauspielergrößen Deutschlands, hinterließ mit seinem Tod am 19. Juni 2016 eine immense Lücke. Für Millionen war er der raubeinige, unkonventionelle Tatort-Kommissar Horst Schimanski, der mit seiner markanten Art Fernsehgeschichte schrieb. Doch sein Leben endete nicht in einem spektakulären TV-Finale, sondern nach einem stillen und hartnäckigen Kampf gegen eine Krankheit: Krebs. Die Frage „Welchen Krebs hatte Götz George?“ beschäftigt viele seiner Fans, die den Menschen hinter der Leinwandlegende besser verstehen möchten. Die Antwort führt uns zu einer besonders aggressiven Krebsart.

Die Diagnose: Bauchspeicheldrüsenkrebs

Götz George litt an Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom). Diese Diagnose erhielt er bereits mehrere Jahre vor seinem Tod. Anders als viele andere Krebsarten verursacht Bauchspeicheldrüsenkrebs im Frühstadium oft kaum Symptome, was eine frühe Erkennung erschwert. Die Krankheit gilt als eine der gefährlichsten Krebsarten überhaupt, mit einer vergleichsweise niedrigen Überlebensrate. Die Behandlung ist extrem herausfordernd, und der Krankheitsverlauf ist oft rapide.

George entschied sich, mit seiner Diagnose nicht an die Öffentlichkeit zu gehen. Er führte den Kampf gegen die Krankheit im Privaten, fernab der Kameras und der medialen Aufmerksamkeit. Dies entsprach ganz seinem Naturell: Götz George war zeitlebens ein sehr öffentlicher, aber gleichzeitig auch extrem privater Mensch, der sein persönliches Leben rigoros von der Berufswelt trennte. Selbst enge Weggefährten und Kollegen aus der „Schimanski“-Zeit wussten oft nichts von der Schwere seiner Erkrankung.

Der stille Kampf: Beruf und Krankheit

Bemerkenswert ist, dass Götz George trotz seiner schweren Erkrankung bis kurz vor seinem Tod weiter arbeitete. Seine letzte große Filmrolle war die des ehemaligen Stasi-Offiziers Hagen Koch in dem Drama „Der Staat gegen Fritz Bauer“ (2015), für den er den Deutschen Filmpreis als Bester Nebendarsteller erhielt. Die Dreharbeiten fanden 2014 statt, zu einem Zeitpunkt, als die Krankheit bereits fortgeschritten war. Kollegen berichteten später von seiner ungebrochenen Professionalität und Disziplin am Set, hinter der er seine Schmerzen und Schwächen verbarg.

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Diese Haltung war typisch für George. Sie spiegelte die gleiche Zähigkeit und Pflichtbewusstsein wider, die auch seine Paraderolle, Kommissar Schimanski, auszeichnete. Sein Kampf war ein stiller, von enormem Willen geprägter. Es gibt Berichte, dass er sich verschiedenen Therapien unterzog, Details darüber wurden jedoch nie bekannt. Sein Tod im Kreise seiner Familie in Hamburg-Othmarschen war das Ende eines langen, tapferen Ringens.

Warum Bauchspeicheldrüsenkrebs so gefährlich ist

Die Frage nach der Art seines Krebses führt unweigerlich zu der Frage nach den Besonderheiten dieser Krankheit:

  • Stille Entwicklung: Der Tumor kann lange wachsen, ohne Beschwerden zu verursachen. Symptome treten oft erst auf, wenn der Krebs bereits fortgeschritten ist oder Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet hat.
  • Aggressiver Verlauf: Pankreaskarzinome wachsen oft schnell und streuen früh in umliegende Organe oder in die Leber.
  • Schwierige Behandlung: Die Lage der Bauchspeicheldrüse, eingebettet zwischen anderen lebenswichtigen Organen, macht operative Eingriffe komplex und risikoreich. Oft ist der Tumor bei der Diagnose bereits nicht mehr operabel.

Das Schicksal von Götz George teilen leider viele tausend Menschen jährlich. Prominente Fälle wie die von Patrick Swayze, Steve Jobs oder Luciano Pavarotti haben diese Krebsart ebenfalls in das öffentliche Bewusstsein gerückt.

Das Erbe: Mehr als nur Schimanski

Die Diskussion um seine Krankheit sollte nicht das überstrahlen, was Götz George war: ein Jahrhundertschauspieler. Vom frühen Nachkriegsstar in Filmen wie „Jagd auf blaue Diamanten“ über die kontrovers diskutierte Rolle des KZ-Kommandanten in „Aus einem deutschen Leben“ bis hin zur Ikone Schimanski prägte er das deutsche Kino und Fernsehen wie kaum ein Zweiter. Seine Schimanski-Figur war eine kulturelle Zeitenwende: Sie brachte das Rauhe, Unangepasste und Soziale in die deutsche Fernsehunterhaltung und wurde zum Identifikationsfigur für eine ganze Generation.

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Sein Umgang mit der Krankheit sagt viel über seinen Charakter aus. Es war ein Kampf ohne Pose, ohne öffentliches Mitleid, geführt mit der gleichen Geradlinigkeit, die ihn auszeichnete. Er wollte in erster Linie als der große Schauspieler in Erinnerung bleiben, nicht als der Kranke.

Die gesellschaftliche Dimension: Ein Tabu wird gebrochen

Indirekt trägt auch die Frage nach Götz Georges Krebs dazu bei, ein gesellschaftliches Tabu weiter zu brechen. Noch immer wird über Krebs, besonders über solche mit schwerer Prognose, oft geschwiegen. Das Verschweigen von Krankheiten im öffentlichen Leben war lange Zeit üblich. Die Tatsache, dass heute offener über solche Diagnosen gesprochen wird – sei es von Prominenten oder im privaten Umfeld – hilft, Ängste abzubauen und Solidarität zu schaffen.

Götz George wählte den Weg des Schweigens, und diese Entscheidung ist respektabel. Doch die postume Aufklärung über seine Krankheit kann das Bewusstsein für die Tücklichkeit des Bauchspeicheldrüsenkrebses schärfen und vielleicht dazu beitragen, dass Menschen mit ähnlichen Symptomen früher einen Arzt aufsuchen.

Fazit: Die Erinnerung an den Künstler, nicht an die Krankheit

Die Antwort auf die Frage „Welchen Krebs hatte Götz George?“ lautet also: Bauchspeicheldrüsenkrebs. Doch diese medizinische Tatsache sollte am Ende nicht im Vordergrund stehen. Wichtiger ist das Bild des unvergleichlichen Schauspielers, der mit seiner Kraft, seiner Hingabe und seiner Authentizität unzählige Menschen berührt hat. Sein Kampf war privat, sein Werk ist öffentlich und unvergesslich. Götz Georges Vermächtnis sind die unzähligen Rollen, die er uns geschenkt hat – Figuren, die lebten, liebten, litten und kämpften. So wie er es in seinem eigenen, letzten und stillsten Kampf getan hat.

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FAQs zu Götz George

Hat Götz George nur ein Bein?

Nein, Götz George hatte beide Beine. Diese hartnäckige Legende entstand vermutlich durch eine Verwechslung oder einen Gerüchtekreis. George war körperlich sehr fit und performte viele seiner Actionszenen selbst. Die Verwechslung könnte eventuell mit einem anderen Prominenten oder einer Filmrolle zusammenhängen.

Hat Götz George getrunken?

Götz George war bekannt dafür, das eine oder andere Bier oder auch einen Schnaps zu genießen, insbesondere in seiner Paraderolle als Schimanski, wo der Genuss von Alkohol (oft „Korn“) zum Markenzeichen der Figur gehörte. Über sein privates Trinkverhalten wurde jedoch wenig bekannt. Er selbst sagte in Interviews, er sei kein Abstinenzler, aber er distanzierte sich auch von dem Bild des ständig trinkenden Schimanski in seiner Privatperson. Es gibt keine Hinweise auf ein Alkoholproblem.

Hat Götz George seine Stunts selbst gemacht?

Götz George war für seinen großen körperlichen Einsatz und seinen Wunsch nach Authentizität bekannt. Er führte viele actionreiche Szenen, insbesondere in den „Schimanski“-Filmen, wie Verfolgungsjagden, Raufereien und Sprünge, tatsächlich oft selbst aus. Für besonders gefährliche oder spezialisierte Stunts wurden jedoch natürlich Stuntmen eingesetzt, wie es in der Filmindustrie üblich ist. Sein Anspruch war es stets, dass die Action glaubwürdig und hart aussah.

War Schimanski Raucher?

Ja, die Figur des Horst Schimanski war nicht nur Trinker, sondern auch leidenschaftlicher Raucher. Die Zigarette, oft lässig im Mundwinkel oder zwischen den Fingern, war ein zentrales Accessoire und Teil des rebellischen, anti-bürgerlichen Images des Kommissars aus Duisburg. Ob Götz George privat in ähnlichem Maße rauchte, ist nicht detailliert öffentlich bekannt. Die Zigarette gehörte jedoch untrennbar zur Inszenierung der Kultfigur.

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