Die Schlagzeile „Jürgen Drews verstorben“ löste am 22. März 2024 eine Welle der Bestürzung und Trauer aus, die weit über die Grenzen der Schlagerszene hinausging. Mit 77 Jahren verstummte eine der ikonischsten und stimmgewaltigsten Stimmen des deutschen Entertainments. Die Nachricht von seinem Tod markiert nicht nur das Ende einer außergewöhnlichen Karriere, sondern auch den Abschied von einer Person, die wie keine andere für unbeschwerte Feierlaune, ehrliche Herzlichkeit und eine einzigartige Verbindung zu seinen Fans stand. Dieser Artikel widmet sich dem Leben, dem Wirken und dem Vermächtnis des Mannes, der als „König der Mallorca-Party“ in die Kulturgeschichte einging.
Die Bekanntgabe: Ein Land in Trauer
Als die Agentur des Künstlers die Nachricht „Jürgen Drews verstorben“ offiziell bestätigte, war die Anteilnahme immens. Kollegen wie Mickie Krause, Bernhard Brink, und Andrea Berg äußerten tiefbetroffen ihren Schmerz und würdigten ihn als warmherzigen Freund und einzigartigen Kollegen. Die sozialen Medien füllten sich tausendfach mit Kondolenzen und persönlichen Erinnerungen von Fans, die von Sommern auf Mallorca, unvergesslichen Konzerten und der puren Lebensenergie berichteten, die von Drews ausging. Selbst die spanische Presse auf Mallorca, seiner zweiten Heimat, widmete ihm große Nachrufe und zeigte, wie tief er auf der Insel verwurzelt war. Der Ausdruck „Jürgen Drews verstorben“ wurde mehr als eine Nachricht – er wurde zum Ausdruck eines kollektiven Gefühls des Verlustes.
Vom Chorjungen zur Schlagergröße: Eine Karriere gegen alle Konventionen
Das Leben von Jürgen Drews war ein Beweis dafür, dass der große Erfolg manchmal erst spät kommt und einen ganz eigenen Weg nimmt. Geboren 1945 in Stargard, floh seine Familie nach Kiel, wo er in bescheidenen Verhältnsen aufwuchs. Seine musikalische Begabung zeigte sich früh im Kirchenchor, doch der Weg zum Star war alles andere als vorgezeichnet.
Nach einer Lehre als Industriekaufmann fand er Ende der 60er Jahre zur Musikgruppe „Die City Preachers“ und kurz darauf zu den international erfolgreichen „Les Humphries Singers“. Mit ihnen erreichte er 1976 sogar den zweiten Platz beim Eurovision Song Contest. Doch die erhoffte Solokarriere kam zunächst nicht in Schwung. Es folgten Jahre mit mäßigem Erfolg, in denen Drews jedoch sein Handwerk perfektionierte und seinen markanten, rauen Gesangsstil entwickelte.
Der absolute Durchbruch ließ bis 1995 auf sich warten. Mit über 50 Jahren wurde „Ein Bett im Kornfeld“ zum Mega-Erfolg. Plötzlich war Jürgen Drews die gefragteste Solo-Entertainer der Szene. Dieser späte Triumph prägte ihn: Er blieb stets demütig und wusste den Erfolg zu schätzen. Er wurde zur lebenden Legende, die bewies, dass Leidenschaft und Authentizität wichtiger sind als Jugend und Mainstream-Trends.
Mallorca: Die Bühne, die ihn zur Legende machte
Die Insel Mallorca und Jürgen Drews – diese Verbindung war magisch und symbiotisch. Seit den 1990er Jahren wurde seine Sommer-Residenz an der „Bierkönig“-Bar am Ballermann 6 zum Pilgerort für Hunderttausende. Seine täglichen Open-Air-Konzerte waren kein gewöhnlicher Gig, sondern ein Gemeinschaftserlebnis, ein Ritual des Sommers.
Hier vollendete sich das Image des „Königs von Mallorca“. In Shorts, Hawaii-Hemd und mit einem unvergleichlichen Strahlen im Gesicht sang er nicht nur für, sondern mit seinem Publikum. Hits wie „Santa Maria“, „Sieben Tage, sieben Nächte“ und „An Tagen wie diesen“ wurden zu Nationalhymnen der Urlaubsfreude. Doch er reduzierte sich nie nur auf die Party. Er war ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Botschafter für die Insel, engagierte sich vor Ort und hatte ein herzliches Verhältnis zu den Einheimischen. Die Nachricht „Jürgen Drews verstorben“ traf daher auch Mallorca im Herzen.
Der Mensch hinter der Legende: Privatheit und letzte Würde
Trotz seines öffentlichen, exzessiven Images war Jürgen Drews im Privatleben ein bescheidener und vor allem ein tief familienverbundener Mensch. Er war zweimal verheiratet und Vater von drei Kindern – zwei Töchtern und einem Sohn. Seine Familie bildete stets den geschützten Rückzugsort vom grellen Rampenlicht.
Die letzten Monate vor der traurigen Bekanntgabe „Jürgen Drews verstorben“ waren von einem stillen und würdevollen Rückzug geprägt. Nach der Absage aller Konzerte im Sommer 2023 aufgrund einer schweren Erkrankung wurde bekannt, dass er zu seiner Tochter nach Norddeutschland ziehen würde. Dieser Schritt war ein deutliches und berührendes Signal: Der König der Lebensfreude suchte und fand in seiner letzten Lebensphase Ruhe, Geborgenheit und Liebe im engsten Familienkreis. Es war sein bewusster Abschied von der Öffentlichkeit, um die verbleibende Zeit an der Seite seiner Liebsten zu verbringen. Dieser private, würdevolle Umgang mit seiner schweren Krankheit zeigte eine weitere, tief menschliche Seite des Entertainers.
Das medizinische Missverständnis: Der „Dr.“ Drews
Ein kurioses Kapitel, das immer wieder auftaucht, ist die Frage nach seiner medizinischen Ausbildung. Immer wieder wurde und wird Jürgen Drews fälschlicherweise als „Dr.“ oder sogar als approbierter Arzt bezeichnet. Die Wahrheit ist: Jürgen Drews hatte kein abgeschlossenes Medizinstudium. Das Gerücht entstand aus einer Mischung aus scherzhaften Bühnenansagen („Hier kommt der Doktor!“), medialen Missverständnissen und der schieren Unwahrscheinlichkeit, dass der Partylöwe vom Ballermann ein Mediziner sein sollte. Drews selbst ging das Thema oft mit Humor an, korrigierte es aber gelegentlich. Es wurde zu einem Teil seiner mystifizierten Persönlichkeit – ein charmantes Kuriosum im Leben eines Mannes, der in Wahrheit Industriekaufmann gelernt hatte.
Sein Vermächtnis: Mehr als nur „Boom Boom Boom“
Das Vermächtnis von Jürgen Drews ist vielfältig. Er war:
- Der Brückenbauer: Er verband die traditionelle Schlagerszene mit der modernen Ballermann- und Partykultur.
- Der Authentische: In einer oft glatt polierten Unterhaltungsbranche blieb er stets er selbst – mit Ecken, Kanten und einer unverwechselbaren Stimme.
- Der Energie-Spender: Seine Konzerte waren Kraftquellen der puren, unkomplizierten Lebensfreude.
- Das späte Vorbild: Er bewies, dass Leidenschaft und Erfolg keine Altersgrenzen kennen.
Die Tatsache, dass Jürgen Drews verstorben ist, hinterlässt eine Lücke, die nicht zu schließen sein wird. Doch sein Geist lebt weiter in seinen Songs, die jeden Sommer aufs Neue erklingen werden, in den Erinnerungen an ausgelassene Feste und in der Lektion, das Leben mit offenen Armen und einem lauten Gesang zu umarmen.
Ruhe in Frieden, Jürgen. Dein „Santa Maria“ wird für immer über den Platz am Ballermann 6 hallen.
FAQs zu Jürgen Drews
Wie geht es Jürgen Drews im Moment?
Jürgen Drews ist leider am 22. März 2024 im Alter von 77 Jahren verstorben. Die Mitteilung „Jürgen Drews verstorben“ wurde von seiner Agentur bestätigt. Er erlag einer schweren Krankheit.
Warum zieht Jürgen Drews zu seiner Tochter?
In den letzten Monaten vor seinem Tod zog Jürgen Drews zu seiner Tochter nach Norddeutschland, um seine schwere Krankheit im geschützten, privaten Rahmen seiner engsten Familie zu bewältigen. Es war sein Wunsch, die letzte Zeit abseits der Öffentlichkeit zu verbringen.
Hat Jürgen Drews ein abgeschlossenes Medizinstudium?
Nein. Jürgen Drews hatte kein abgeschlossenes Medizinstudium und war kein Arzt. Das Gerücht um den Titel „Dr.“ war ein lange gepflegtes Missverständnis und ein Teil seiner Bühnenpersönlichkeit. Er erlernte ursprünglich den Beruf des Industriekaufmanns.
Wie viele Kinder hat Jürgen Drews?
Jürgen Drews hatte drei Kinder: zwei Töchter und einen Sohn. Seine Familie war ihm sehr wichtig und bildete stets den privaten Rückzugsort von seinem intensiven Bühnenleben.








