judith rakers
judith rakers

Sie ist eine der bekanntesten und glaubwürdigsten Stimmen und Gesichter der deutschen Nachrichtenlandschaft: Judith Rakers. Wenn sie um 19 Uhr im ZDF-„heute-journal“ die Ereignisse des Tages zusammenfasst, tut sie das mit einer einzigartigen Mischung aus Seriosität, Präzision und einer unterschwelligen Wärme, die Zuschauer seit Jahren schätzen. Doch wer ist die Frau hinter dem Nachrichtenpult? Ihr Weg in die Wohnzimmer der Nation ist eine Geschichte von Talent, Fleiß und einer bewussten Entscheidung für die Inhalte hinter der Kamera.

Vom Lokalradio zur „Tagesschau“ und zum ZDF: Eine Karriere im öffentlich-rechtlichen Herzen

Judith Rakers‘ Karriere begann nicht im Fernsehen, sondern im Radio. Nach ihrem Studium der Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaft in Münster volontierte sie beim WDR in Köln. Ihre klare, angenehme Stimme und ihr sicheres Auftreten ebneten schnell den Weg vor die Kamera. 2005 übernahm sie erste Moderationen bei „WDR aktuell“. Ihre große nationale Bekanntheit erlangte sie jedoch ab 2010 als Sprecherin der ARD-„Tagesschau“. Sechs Jahre lang verkörperte sie die vielleicht traditionsreichste Nachrichtenmarke Deutschlands und wurde zur vertrauten 20-Uhr-Gesicht für Millionen.

Der Wechsel 2016 zum ZDF und zum „heute-journal“ war ein Medienthema ersten Ranges. Rakers folgte dem Ruf als Nachfolgerin von Marietta Slomka und übernahm gemeinsam mit Claus Kleber die Moderation des renommierten Hauptabendmagazins. Dieser Schritt unterstrich nicht nur ihren Status als Top-Journalistin, sondern markierte auch einen stilistischen Wandel: Vom eher nüchternen Format der „Tagesschau“ hin zum tiefergehenden, analytischeren und etwas lockereren „heute-journal“. Hier konnte sie ihre Stärken – präzise Befragung von Gästen, einhaken bei widersprüchlichen Aussagen und die Vermittlung komplexer Zusammenhänge – noch besser ausspielen.

LESEN  Giulio Ricciarelli neue Freundin 2021: Zwischen Spekulation, Trauer und dem Wunsch nach Privatsphäre

Die Kunst der Glaubwürdigkeit: Was Judith Rakers auszeichnet

Was macht Judith Rakers so erfolgreich und beim Publikum so beliebt? Es ist eine seltene Kombination aus Fachkompetenz und menschlicher Präsenz.

  • Journalistische Sorgfalt: Rakers bereitet sich akribisch vor. Man merkt ihr an, dass sie nicht nur den Text vom Teleprompter abliest, sondern die Hintergründe der Nachrichten verstanden hat. In Interviews bleibt sie hartnäckig, ohne unfreundlich zu werden, und scheut nicht davor zurück, Politiker*innen auch unbequeme Fragen zu stellen.
  • Die Gabe der empathischen Vermittlung: Selbst bei schwierigen und tragischen Nachrichten strahlt sie eine Haltung aus, die Anteilnahme und Professionalität vereint. Sie bleibt sachlich, ohne kalt zu wirken. Diese Empathie zeigt sich auch in ihren anderen Projekten.
  • Vielseitigkeit jenseits der Nachrichten: Judith Rakers ist kein reines Nachrichtentier. Sie moderiert große Events wie den „Eurovision Song Contest“ (2011 gemeinsam mit Stefan Raab und Anke Engelke) oder die „Goldene Kamera“. Diese Auftritte zeigen eine andere, lebhaft-unterhaltsame Seite von ihr und beweisen ihre enorme Anpassungsfähigkeit.

Der bewusste Rückzug aus der Social-Media-Welt

In einer Zeit, in der Medienpersönlichkeiten ihre Reichweite über Instagram, Twitter & Co. vergrößern, geht Judith Rakers einen bemerkenswerten Gegenweg. Sie ist bewusst nicht in den sozialen Netzwerken aktiv. Diese Entscheidung ist programmatisch und durchdacht. Sie möchte ihr Privatleben schützen und verhindern, dass ihre Person von den Inhalten, über die sie berichtet, ablenkt. Ihre Autorität soll aus ihrer journalistischen Arbeit erwachsen, nicht aus der Inszenierung ihres Privatlebens. In Interviews betont sie, wie befreiend diese Distanz sei und wie sehr sie so den Fokus auf die eigentliche Nachrichtenarbeit legen kann. Ein mutiger und respektabler Ansatz in einer durchgetakteten Aufmerksamkeitsökonomie.

LESEN  Paul Swarovski: Eine faszinierende Biographie des Swarovski-Erben

Die literarische Seite: Erfolge als Buchautorin

Dass Judith Rakers mit Sprache umgehen kann, beweist sie nicht nur gesprochen, sondern auch geschrieben. Ihr Buch „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ (2020) wurde ein Bestseller. Darin erzählt sie die Lebensgeschichte ihrer Mutter, die als uneheliches Kind in den 1940er Jahren aufwuchs und sich gegen alle Widerstände ein selbstbestimmtes Leben erkämpfte. Das Buch ist eine liebevolle Hommage und zeigt Rakers‘ Talent für einfühlsames Erzählen und Recherche abseits des Tagesgeschäfts. Es offenbarte einer breiten Öffentlichkeit eine tiefgründige, reflektierte Seite der Moderatorin.

Judith Rakers privat: Die bewusste Trennung

Über ihr Privatleben hält Judith Rakers, ihrem Credo folgend, strikte Deckung. Sie lebt zurückgezogen in Hamburg. Details über Partnerschaft oder Familie sind nicht öffentlich. Diesen Schutzraum verteidigt sie konsequent. Sie ist der lebende Beweis dafür, dass eine mediale Präsenz und ein geschütztes Privatleben kein Widerspruch sein müssen. Das Publikum schätzt sie für ihre Arbeit – und genau das scheint ihr genug zu sein.

Eine Säule des deutschen Qualitätsjournalismus

Judith Rakers steht wie kaum eine zweite für den Anspruch des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: unabhängig, gründlich und dem Gemeinwohl verpflichtet zu informieren. In einer Zeit der zunehmenden Polarisierung und des Vertrauensverlusts in Medien ist ihre seriöse, unaufgeregte Art ein wichtiger Anker. Sie verkörpert nicht den Star-Journalisten, der sich in den Vordergrund spielt, sondern die dienende Funktion des Nachrichtenwesens: Licht in komplexe Sachverhalte zu bringen.

Ihr Weg zeigt, dass Karriere im Journalismus nicht mit lauten Auftritten, sondern mit kontinuierlicher, hochwertiger Arbeit und einer starken persönlichen Haltung gemacht wird. Judith Rakers bleibt damit eine der wichtigsten und vertrauenswürdigsten journalistischen Stimmen Deutschlands – ob im „heute-journal“, bei besonderen Ereignissen oder zwischen den Buchdeckeln einer berührenden Familiengeschichte.

LESEN  RTL Franca Lehfeldt Ungeschminkt: Die Authentizität hinter der TV-Fassade

FAQs über Judith Rakers

Wie groß und schwer ist Judith Rakers?

Judith Rakers ist etwa 1,70 Meter groß. Informationen zu ihrem Gewicht sind zu Recht nicht öffentlich, da sie zu ihrer Privatsphäre gehören und für ihre berufliche Tätigkeit irrelevant sind.

Wie viele Kinder hat Judith Rakers?

Judith Rakers hat keine Kinder. Sie hat sich in Interviews stets darauf konzentriert, über ihre beruflichen Projekte und ihr Buch zu sprechen, während sie Fragen zu möglicher Mutterschaft oder Familienplanung konsequent ausspart und als Teil ihrer Privatsphäre schützt.

Welche Krankheit hat Judith Rakers?

Judith Rakers ist mit der Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis diagnostiziert, einer chronischen Entzündung der Schilddrüse. Sie hat offen darüber gesprochen, wie die Krankheit sie im Alltag begleitet (z.B. durch Müdigkeit) und wie wichtig eine gute medizinische Einstellung und ein bewusster Umgang mit den eigenen Kräften ist. Ihren Beruf kann sie ohne Einschränkungen ausüben.

Wie lange ist Judith Rakers bei „3 nach 9“?

Judith Rakers war von 2016 bis 2023 feste Co-Moderatorin des legendären Talkformats „3 nach 9“ im Radio Bremen / ARD. Damit moderierte sie sieben Jahre lang gemeinsam mit Giovanni di Lorenzo die samstagabendliche Gesprächsrunde. Sie übernahm den Platz von Thea Dorn. Seit 2024 hat Sonya Kraus diese Rolle neben di Lorenzo übernommen.

Facebook
Twitter
Pinterest
Reddit
Telegram